Bhakti Yoga

Hinter den gesundheitlichen Aspekten des Yogas verbirgt sich eine tiefe Philosophie, die weit über das körperliche Wohlbefinden, über die physische, mentale und energetische Komponente hinaus geht.

Bedeutsame Fragen, die einen neugierigen Geist umtreiben sind sicherlich, wer bin ich, was ist der Sinn des Lebens und gibt es eine höhere Intelligenz, einen Schöpfer? Das wahre Sein, hinter den vielen verschiedenen Rollen, die die Seele im materiellen Körper annimmt, darf erforscht werden. Jede Seele hat ihren eigenen Weg und ihre eigene Beziehung zu "Gott".

Ist die innere Ruhe und Zufriedenheit eingekehrt, das körperliche und mentale Leiden nicht mehr vordergründig, kann der Wunsch erwachen, sich nicht mehr nur um die Hüllen zu kümmern, sondern in die tiefen Gefilden der Seele einzutauchen. Der spirituelle Weg kann beginnen, wenn ich Frieden mit mir und der Welt gefunden habe. Der Aspekt des Mitgefühls für alle Lebewesen ist hierbei ein entscheidender Faktor.

Die Suche nach dem Ursprung allen Seins, der Lebensenergie, nach innerer Freude und tiefer, reiner Liebe beginnt. Dann erwacht die Seele langsam aus ihrem Tiefschlaf. Der Weg der Liebe, der durch Höhen und Tiefen geht und eine ungetrübte, ehrliche Schau nach Innen ist, beginnt.

Die Auseinandersetzung mit und die Annahme der eigenen Schatten, mit unerschütterlichem Vertrauen, die Begierde reine Liebe zu erfahren, die bereitwillige Hingabe und die freiwillige Bereitschaft, zu dienen, das ist (Bhakti) Yoga.

Auf dem Weg des Bhakti Yogas geht es darum, jede alltägliche Handlung mit ihnen (Radha Krishna = Die höchste Persönlichkeit Gottes in deren weiblicher und männlicher Form) zu verbinden, IHRE Führung zu jeder Zeit wahrzunehmen. Selbst-Bezug ist der Gegenpol zur Selbsterkenntnis.

Ich kann mich dazu entscheiden, mich von ihnen führen zu lassen, das achtsam wahrzunehmen und mich anzuvertrauen oder ich entscheide mich für die "Gottesersatzführung" = Karma (Wechselspiel von Aktion und Reaktion).